Okt 072011
 

Es geht ein Gespenst um in Europa. Wieder einmal. Das Gespenst des großen „A„. Auch bekannt als Alternativlosigkeit.

„Alternativlos“ wird es wieder einmal heißen, wenn die Banken mit Milliarden ihre Fehlspekulationen ersetzt bekommen. Und als Trostpreis gibt es (vielleicht) ein paar Aktien der Banken für den Staat. Von den maroden Banken. Schließlich müssen WestLB, BayernLB & Co. durch neue Staatsbanken ersetzt werden.

Dabei gibt es durchaus Alternativen:

  1. Die Banken gehen pleite und werden abgewickelt. Kosten tragen zuerst die Anteilseigner und dann die Gläubiger. Für die nächsten 60-70 Jahre ist der Spuk vorbei, da keine Bank mehr Kapital für Eigenhandel bekommt. Schlecht für Investmentbanker und CEOs, die dies um jeden Preis verhindern werden wollen. Die Kosten, vermutlich eine deutliche Rezession, relativieren sich angesichts der Wirkungsdauer.
  2. Zerschlagung aller Banken in einen „Publikumsbank“-Teil und einen „Spekulationsbank“-Teil. Nur ersterer erhält die derzeitge implizite „Merkel“ Staatsgarantie, darf dafür aber keinen Eigenhandel/Investmentbanking betreiben und nur sehr begrenzt an den zweiten Teil leihen. Der zweite Teil kann Pleite gehen, wenn er sich mal wieder verspekuliert.
  3. Massive Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen sofort (nicht irgendwann – uhm – 2013). Das verwässert das Kapital der Altaktionaere? Liebe Banken, die Party ist vorbei.

Liebe Politiker, werdet Euch Eurer Macht bewusst. Die Banken sind stehend KO. Ein Wort von Euch, etwa „Staatsgarantieentzug“ und den Banken schwebt sofort Fall 1 vor Augen. Ihr könnt alles von ihnen haben. Alles! Hört auf euch mit „alternativlosen“ Kinkerlitzchen abspeisen zu lassen!

 

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